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Das Lymphsystem – ein Netzwerk mit vielen Aufgaben

Das Lymphsystem ist ein faszinierendes Netzwerk, das unseren gesamten Körper durchzieht. Wie es funktioniert und was es mit unserem Wohlbefinden zu tun haben kann – darum geht es in diesem Beitrag.


Was ist das Lymphsystem überhaupt?

Die meisten Menschen kennen das Lymphsystem vor allem von geschwollenen Lymphknoten bei einer Erkältung. Dabei ist es viel mehr als das: Ein dichtes Geflecht aus feinen Gefäßen, das sich durch den ganzen Körper zieht und eng mit dem Blutkreislauf verwoben ist. Die Lymphe, eine wässrige Flüssigkeit, sammelt unter anderem überschüssige Gewebeflüssigkeit auf und führt sie zurück ins Blut. Auf diesem Weg passiert sie die Lymphknoten, die wie kleine Filterstationen arbeiten. Auch die Milz, der Thymus und die Mandeln gehören mit dazu.

Was das Lymphsystem besonders macht: Es hat keine zentrale Pumpe wie das Herz. Damit die Lymphe in Bewegung bleibt, sind wir auf unsere eigene Muskelarbeit und Atmung angewiesen. Jeder Schritt, jede Bewegung, jeder tiefe Atemzug trägt dazu bei, dass die Flüssigkeit durch die Gefäße strömt. Es ist ein System, das mit uns lebt und sich mit uns bewegt.


Woran man merkt, dass der Lymphfluss nachlässt

Wer viel sitzt, sich wenig bewegt oder unter langanhaltendem Stress steht, bei dem kann die Lymphe regelrecht ins Stocken geraten. Manche Menschen berichten dann von einem Schweregefühl in den Beinen, einem Spannungsgefühl im Gesicht am Morgen oder einfach von einer bleiernen Müdigkeit, die sich auch durch Schlaf nicht vertreiben lässt. Auch wiederkehrende Infekte, Wassereinlagerungen oder Spannungskopfschmerzen werden in diesem Zusammenhang genannt.

Natürlich können all diese Anzeichen viele verschiedene Ursachen haben. Wer sich unsicher fühlt, sollte immer ärztlichen Rat einholen. Der folgende Abschnitt ist als reine Information gedacht – ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Wirksamkeit.


Was kann man selbst tun?

Wer sein Lymphsystem im Alltag unterstützen möchte, hat dafür verschiedene Möglichkeiten. Diese Ansätze stammen zum Teil aus langjähriger naturheilkundlicher Erfahrung und werden von vielen Menschen als wohltuend beschrieben.

Bewegung ist wohl der einfachste Weg. Schon ein flotter Spaziergang, leichtes Joggen oder sanftes Hüpfen auf einem Trampolin bringt die Muskeln dazu, auf die Lymphgefäße zu drücken und die Flüssigkeit in Bewegung zu halten. Besonders schön: Man kann es überall und ohne große Vorbereitung tun.

Die manuelle Lymphdrainage ist eine Massagetechnik, die von speziell ausgebildeten Therapeuten angeboten wird. Sie arbeitet mit kreisenden, streichenden Bewegungen, die der natürlichen Fließrichtung der Lymphe folgen. Viele Menschen schätzen sie als angenehme Entspannungsmethode. Zu Hause kann man mit ganz leichten, kreisenden Berührungen an Hals, Achseln und Leisten selbst ein ähnliches Gefühl erreichen – einfach mal ausprobieren.

Trockenbürsten ist eine weitere Methode, die in der Naturheilkunde seit Generationen weitergegeben wird. Mit einer Bürste aus natürlichen Borsten wird die trockene Haut vor dem Duschen in Richtung des Herzens gebürstet. Viele empfinden das als belebend und mögen das Gefühl der gepflegten Haut danach.

Wechselduschen – warm und kalt im Wechsel – werden von vielen als erfrischend und wach machend beschrieben.

Auch die Atmung spielt eine Rolle. Der Milchbrustgang, das größte Lymphgefäß im Körper, liegt direkt hinter dem Brustbein. Bei jedem tiefen Atemzug entsteht dort ein Druckwechsel, der die Lymphe in Bewegung hält. Ein paar Minuten bewusstes Atmen am Tag – unabhängig vom Lymphsystem tut tiefes Durchatmen einfach gut.


Ernährung: Was viele Menschen mit einem gesunden Lebensstil verbinden

Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Gemüse, Obst und hochwertigen Ölen tut dem ganzen Körper gut. Manche Menschen achten in diesem Zusammenhang besonders auf Zitronenwasser am Morgen, grünes Blattgemüse, Ingwer oder Kräutertees aus Brennessel und Löwenzahn. Das sind traditionelle Hausmittel, die seit jeher geschätzt werden.

Umgekehrt berichten manche Menschen, dass sie stark verarbeitete Lebensmittel, viel Zucker oder zu viel Salz meiden, um sich insgesamt wohler zu fühlen. Wieder andere reduzieren Alkohol, Nikotin oder frittierte Speisen. Jeder Mensch ist hier anders, und es lohnt sich, einfach mal zu beobachten, was einem selbst guttut.


Was ich in meiner Praxis anbiete

In meiner Praxis in Berlin-Schöneberg arbeite ich mit verschiedenen naturheilkundlichen Methoden. Wer neugierig geworden ist, kann gern einmal vorbeikommen und sich in Ruhe beraten lassen.

Die Ganzkörper-Basenwickel sind eine Anwendung, bei der der Körper in mit Basensalz getränkte Tücher gewickelt wird. Das wird von vielen als sehr entspannend und wohltuend empfunden. In Kombination mit sanfter Mikrostromtherapie entsteht ein angenehmes Wärmegefühl.

Mikronährstoffe können dem Körper über Infusionen zugeführt werden. Welche Stoffe dabei infrage kommen, bespreche ich gern im persönlichen Gespräch.

Und nicht zuletzt zeige ich meinen Patienten gern einfache Bewegungs- und Atemübungen, die sie in den Alltag einbauen können. Oft sind es die kleinen Dinge, die langfristig den größten Unterschied machen: morgens ein paar Minuten bewusst atmen, abends einen Spaziergang, einmal pro Woche das Trockenbürsten vor dem Duschen.


Naturheilkundlicher Selbsthilfe-Tipp

Trockenbürsten – eine alte Tradition neu entdeckt

Das Trockenbürsten der Haut wird in der Naturheilkunde seit vielen Jahren weitergegeben. Wer es ausprobieren möchte, geht so vor:

Man wählt eine Bürste mit natürlichen Borsten und einem langen Griff, um alle Körperstellen gut erreichen zu können. Vor dem Duschen oder Baden wird die trockene, ungecremte Haut damit sanft bearbeitet. Man beginnt an den Füßen und arbeitet sich in kreisenden oder fegenden Bewegungen nach oben vor – immer in Richtung des Herzens. Jede Stelle mehrmals bürsten, empfindliche Areale aussparen und verletzte oder gereizte Hautstellen vermeiden. Nach dem Bürsten wird wie gewohnt geduscht oder gebadet.

Viele Menschen empfinden das Trockenbürsten als belebende Routine, die ein gepflegtes Hautgefühl hinterlässt.


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